Mechanik-Fragen und Antworten.

Hier finden Sie Antworten auf häufige Fragen rund um die Konstruktion des Reise-Dobsons, die Materialien, das Aufbau-Prinzip, die Qualität der Verarbeitung und die physikalischen Eigenschaften der Konstruktion. Sie fragen - wir antworten gerne:

Kann der 8-Zoll-Reise-Dobson auch schwere Okulare tragen?
Okularseitige Gewichte bis zu 440 Gramm (Mittelwert) sind selbst beim Achter kein Problem. Man steckt dann einfach ein Friktionssystem an. Das können wir wirklich empfehlen. Wenn man ein zweites anbringt, werden Lasten bis zu 530 Gramm kompensiert. Mit einem kleinen Gegengewicht (ca. 300 Gramm) kann man diese Grenze auch noch auf über 600 Gramm schieben. Und mit unserem einstellbaren Gegengewicht und zwei Friktionssystemen kommt man auf bis zu 900 Gramm okularseitiges Gewicht. Das reicht dann auch für eine am Okular angeflanschte Digitalkamera. Für schwerere Lasten würden wir den Reise-Dobson aber nicht mehr empfehlen, weil es einfach nicht zusammen passt. Überlegen Sie doch einmal: Sie haben da ein minimalisiertes Teleskop und wollen Schwergewichtsokulare einsetzen. Das hieße doch mit Kanonen auf Spatzen schießen zu wollen... Aber wir haben schon viele Reise-Dobsons für den Einsatz eines zweiten Friktionssystems bauen lassen. Und das geht prima.

Sind die Stangen beim 8-Zoll-Reise-Dobson stabil genug?
Ja. Der deutsche Hersteller, von dem Hofheim Instruments die Stangen bezieht, wählt nur ausgesuchtes, massives Buchenholz für die Produktion aus. Auf den Klappmechanismus der Stangen besitzt er ein weltweites Patent. Das eine sorgt dafür, dass sich die Stangen nur schwer durchbiegen können, das andere für einen fast völlig spielfreien Sitz im ausgeklappten Zustand. Da bei der Konstruktion des Reise-Dobsons die Stangen vier miteinander verbundene Dreiecke im Raum bilden, ist rein physikalisch höchste Stabilität gewährleistet. Und weil im aufgebauten Zustand auf die Stangen nur Druck- und Zugkräfte wirken, können sie nicht durchbiegen. Hofheim Instruments hat bei der Konstruktion auch darauf geachtet, dass das gesamte System justierstabil ist. Die Stangen besitzen alle eine identische Länge und können an beliebiger Stelle in der Spiegelbox montiert werden.

Warum hat der Tubus beim Achtzöller die Form eines Achtecks?
Das halten wir nicht nur für besonders gelungenes und attraktives Design sondern erfüllen damit auch den Wunsch nach extremer Stabilität. Wir hätten z.B. als oberen Tubus auch ein Rundrohr verwenden können. Nicht nur schöner sondern um Klassen stabiler ist jedoch die heutige Lösung: die Teile des Achtecks werden bei 135° verzinkt - selbst ohne Leim hielte das Achteck zusammen! Diese Technik beherrschen nur noch sehr wenige Tischler / Schreiner. Sie erfordert großes handwerkliches Geschick, meisterhaftes Können und nicht zuletzt auch hohe Investitionen in Vorrichtungen und Werkzeuge für die Serienproduktion.

Wie groß ist der Einstellweg des Okularauszugs?
Den Okularauszug können Sie bequem 28 mm weit hinausdrehen, ohne dass sich Spiel im Gewinde zeigt. Auf unseren Okularauszug aus Amerika sind wir beim Achter und Zwölfer sehr stolz, er wird eigens für uns auf Maß gefertigt und ist wahrscheinlich der leichteste 2-Zoll-Okularauszug der Welt. Das Gewinde hat bis zum Ende kein Spiel - diese Qualität konnte uns (bisher?) kein einziger deutscher Hersteller garantieren. Sollte es dennoch einmal (nach 20 Jahren oder aus irgendwelchen Gründen) ausleiern, können wir schon heute als Zubehör einen Stellring ("Präzisions-Einstellring") zum Anpressen des Gewindes liefern.

Ist der Tubus justierstabil?
Hofheim Instruments hat bei der Konstruktion sehr darauf geachtet, dass das gesamte System justierstabil ist. Die Stangen besitzen alle eine identische Länge und können daher an beliebiger Stelle in der Spiegelbox montiert werden. Dennoch: eine Kollimation der Spiegel werden Sie trotzdem nach jedem Aufbau vornehmen müssen. Aber das müssen Sie auch bei jedem anderen Newton-Teleskop, das sie von einem Ort zum anderen transportieren. Und keine Angst: die Kollimation am Reise-Dobson geht ganz schnell und einfach und erfordert keine Werkzeuge. Denn alle Schrauben und Muttern sind gerändelt und können daher mit den Fingern (und Handschuhen) eingestellt werden.

Quillt das Holz der Standfüße nicht auf, wenn der Reise-Dobson nachts im feuchten Gras steht?
Keine Sorge, die Qualitätslasierung der Standfüße ist in mehreren Schichten aufgetragen. An manchen Teilen des Reise-Dobsons liegen bis zu 6 Schichten Lasur (aus Skandinavien) übereinander. Und diese Lasur reguliert den Feuchtigkeitshaushalt des Holzes, indem das Holz zwar atmen kann, Feuchtigkeit von außen aber sicher abgeschirmt bliebt.

Kann man irgendwie vermeiden, dass bei der Lasur die Teile aneinander haften bleiben?
Ja, da hat sich Backpapier als Zwischenlage bewährt. Wenn Sie den Reise-Dobson lange nicht aufbauen, legen Sie einfach Backpapier zwischen die lasierten Holzteile. Die bleiben dann nie mehr aneinander kleben. Im Übrigen verschwindet anfängliches “Klebenbleiben” nach einiger Zeit von allein, wenn kleinste Staubpartikel sich auf die Lasur gelegt haben.

Ich fahre bald in Urlaub nach Südafrika. Was muss ich unbedingt mitnehmen für Teleskop-Notfälle und -Pannen?
Wir empfehlen neben einem mittelgroßen Schraubenzieher, einem Taschenmesser und eventuell einer kleinen Zange auf jeden Fall Klebeband und Klebstoff aus der Tube (Pattex säurefrei) und (für schnelle, hohe Belastungen) Pattex “Blitzgel” Sekundenkleber. Alles schön in einen Beutel verpacken und im Koffer/Rucksack mitnehmen.

 

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