Das leistet der 30 cm Hauptspiegel im Reise-Dobson.

Der Hofheim Instruments Reise-Dobson bietet mit 12 Zoll �ffnung (12� oder 300 mm) enorm viel Licht zur Deep Sky Beobachtung, praktisch jedes Objekt aus dem NGC ist erreichbar. Das Lichtsammelverm�gen des gro�en, parabolisch geschliffenen Hauptspiegels ist 1837mal gr��er als das des blo�en Auges - eine riesige, aber doch sehr theoretische Zahl.

 

Schon der direkte Vergleich zweier nebeneinander liegender Spiegel der Gr��en 8 und 12 Zoll (20 und 30 cm) demonstriert deutlich die �berlegenheit des 12-Z�llers im Punkt Lichtsammelverm�gen. Man erkennt leicht, dass dem 12-Zoll-Spiegel einfach mehr Fl�che zum Sammeln des Lichts zur Verf�gung steht - und das macht sich sofort am Okular bemerkbar.

 

In der Praxis bedeutet dies n�mlich, dass der 30cm-Hauptspiegel im Visuellen eine Grenzgr��e von �ber 14,5 mag erreicht - damit werden besonders viele lichtschwache Sterne sichtbar. Die Gasnebel der Milchstra�e leuchten hell und zeigen atemberaubende, unz�hlige Einzelheiten. Galaxien zeigen bei hohen Vergr��erungen einzelne Knoten und Staubb�nder in den Spiralarmen. So ist zum Beispiel das Staubband und der hellste Knoten in der irregul�ren Galaxie M82 auch f�r absolute Anf�nger im 12-Z�ller leicht sichtbar. Und unter besonders guten Sichtbarkeitsbedingungen (mondloser Himmel, sehr gute Durchsicht, geringes Seeing) wird man es auch schaffen, den zentralen Stern im Ringnebel (in der Leier) visuell zu ersp�hen.

Die kleinsten Einzelheiten, die von der Optik getrennt werden k�nnen, liegen im Abstandsbereich von 0,4� (Bogensekunden), das ist eine viel h�here Aufl�sung als bei einem Achtz�ller (dort sind es circa 0,6�). Dadurch zeigen sich feinste Details noch viel deutlicher, das Bild wirkt insgesamt sch�rfer. Manche Beobachter vergleichen das gerne mit dem Unterschied zwischen einem normalen Fernseher und einem HD (High Definition) Fernseher: alles wirkt pl�tzlich �knackiger�.

Wenn die Luftruhe mitspielt, bringt daher der 12-Zoll Reise-Dobson mit voller �ffnung hervorragende, helle und kontrastreiche Planetenbilder, beispielsweise ganz zarte, wundersch�ne Mars-Oberfl�chendetails, hunderte von B�ndern und Wirbeln bei Jupiter, deutlich getrennte Saturnringe (nat�rlich stark von der Ring�ffnung abh�ngig und dadurch jedes Jahr aufs Neue sehr reizvoll zu beobachten). Die Enckesche Teilung im �u�eren Ring A mit einer scheinbaren Breite von etwa 0,35� ist beispielsweise im 12-Z�ller wundersch�n (und besonders in den Ansen einfach) sichtbar.

Noch einige Anmerkungen zur Spiegelqualit�t:

Der Hauptspiegel besteht wie beim 8-Zoll Reise-Dobson von Hofheim Instruments aus BK7, einem Borsilikat, das viele andere Unternehmen ebenfalls f�r optische Pr�zisionsinstrumente nutzen. Dabei muss BK7 keinen Vergleich mit anderen Glassorten scheuen.

Viel entscheidender als das Material ist f�r eine saubere, scharfe Bildzeichnung die Oberfl�chengenauigkeit des fertig aluminisierten Spiegels. Unsere Lieferanten in Fernost garantieren uns beste Qualit�t, verlassen tun wir uns darauf aber nicht. Jeder einzelne Hauptspiegel durchl�uft bei Hofheim Instruments in Deutschland einen Foucault-Test. So k�nnen wir mit bestem Wissen versichern:

�Der Hauptspiegel ist bei jedem 12-Z�ller von durchweg guter Qualit�t und deutlich besser als er es f�r Deep-Sky-Beobachtungen eigentlich sein br�uchte.� Erst bei endg�ltigem OK wird die Freigabe zum Einbau erteilt.

Der Hauptspiegel hat 1500 mm Brennweite. Dies ergibt ein ï¿½ffnungsverh�ltnis von 1:5 (oder F/5 oder 1/5). Damit ist auch die Koma (Koma ist eine optische Abweichung vom Ideal, die Kontrast- und Sch�rfeverlust mit sich bringt) als physikalisch bedingter Spiegelfehler deutlich geringer als bei dem 8-Zoll Reise-Dobson (mit F/4). Lesen Sie einfach hier beim 8-Z�ller nach, wenn Sie N�heres �ber diesen Effekt erfahren m�chten. In der Praxis werden Sie beim 12-Zoll Reise-Dobson den Koma-Effekt kaum bemerken. Denn deutlich geringer als bei Planetenbeobachtungen ist der Koma-Effekt bei Deep-Sky-Beobachtungen, bei denen es mehr auf die Fl�chenhelligkeit der Objekte ankommt und mit geringeren Vergr��erungen beobachtet wird. Und genau daf�r ist ja der Reise-Dobson von Hofheim Instruments entwickelt worden.
 

Oft vernachl�ssigt wird bei einigen Konstrukteuren die Befestigung des Hauptspiegels im Tubus. Nicht so bei unserem Reise-Dobson! Hier ruht der Spiegel in einer eigens daf�r konstruierten Spiegelzelle aus Aluminium und Polystyrol.

Der Spiegel lagert mit seiner Gesamtmasse von 6,5 Kilogramm v�llig spannungsfrei auf 6 kleinen, kreisrunden Auflagefl�chen, die als Wippen ausgef�hrt sind. Diese Wippen liegen versteckt in den quadratischen Alurohren der Spiegelzelle. Dabei kippeln je 2 Auflagefl�chen um eine zentrale Schraube, die Wippe selbst ist auch als Rohr ausgef�hrt und ist dadurch besonders leicht. Stabil zusammengehalten wird die Spiegelzelle durch aufgeklebte, doppelseitige Knotenbleche aus Aluminium, die zus�tzlich mehrfach mit den Quadratrohren vernietet sind. Diese Baueinheit ist unfassbar stabil und dennoch extrem leicht.

Durch die leichte Kippm�glichkeit kann der recht schwere Hauptspiegel jede noch so winzige Durchbiegung spannungsfrei ausgleichen - das Ergebniss sind sch�n astigmatismusfreie Abbildungen. Die Gr��e der Wippen und ihre Position auf der Unterseite des Spiegels ist genau berechnet (mit dem Programm PLOP). Das Ergebnis dieser Berechnung, n�mlich die theoretisch m�gliche Verformung des Spiegels durch sein Eigengewicht bei Lagerung auf 6 Punkten, sieht man hier:

Die 6-Punkt-Lagerung des Spiegels resultiert in einem durch die Lagerung bedingten Fehler in Gr��e von lediglich 6,2 nm (peak to valley) bzw. 1,0 nm RMS (Oberfl�che) - dies entspricht circa 1/500 Lambda. Also weit im �gr�nen Bereich�. Kein Wunder also, dass wir uns bei der Konstruktion unseres 12-Z�llers f�r eine 6-Punkt-Zelle entschieden haben. Denn eine 9-Punkt-Zelle w�rde nicht mehr Leistung garantieren - aber deutlich mehr wiegen.

Der Hauptspiegel ist nicht eingespannt in die Zelle sondern liegt v�llig frei auf den drei Wippen. Damit er nicht seitlich verrutschen kann, h�lt ihn ein umlaufender Ring, CNC-gefr�st aus schwarzem Polystyrol (einem leichten Kunststoffmaterial) - �brigens eine Novit�t im Teleskopbau. Denn �blicherweise werden gro�e Hauptspiegel mit einer Gewebebandschlinge nach Kriege & Berry festgehalten.

Eine Schlinge k�nnte aber beim Spiegeltransport abrutschen und dann nur mit m�hseligem Fummeln wieder in Position zu bringen sein. Einige Teleskopbauer verwenden daher als Alternative kleine Kugellager, die mit ihren �u�eren Lauffl�chen den Spiegel punktuell st�tzen. Glas auf Metall ist aber nicht jedermanns Sache, denn im Fall eines harten Sto�es (Transport im Auto) k�nnten eventuell Besch�digungen entstehen. Eigentlich halten wir daher Kugellager an dieser Stelle bei einen Reise-Dobson nicht unbedingt f�r geeignet.

So haben wir uns letztlich f�r einen umlaufenden Ring als laterale Spiegelhalterung entschieden. Dieser Ring arbeitet f�r die Kr�fteverteilung entlang des Spiegelrands wie eine Gewebebandschlinge, ist aber in seiner Position stabilisiert und bleibt dennoch bei St��en w�hrend des Transports etwas nachgiebig-biegsam.

Eingebaut erinnern nur die beiden Kollimationsschrauben an die Spiegelzelle - von vorne ist die Zelle selbst v�llig unsichtbar. Drei mattschwarze Exzenterscheiben (hier im Bild sind nur zwei davon zu sehen) halten beim Transport den Spiegel von oben in der Zelle (indem sie wie hier abgebildet den Deckel festdr�cken). Man dreht diese Scheiben zur Beobachtung zur Seite, entfernt den Deckel und dreht die Scheiben zur Sicherheit wieder zur�ck. Dann kann der Spiegel auch nicht aus Versehen nach vorne herausfallen.

Nat�rlich muss der Reise-Dobson (wie jedes Newton-Teleskop) nach jedem Transport unbedingt kollimiert werden. Auch eine Novit�t bei unserem Reise-Dobson (und inzwischen von anderen gerne kopiert): Die Kollimation erfolgt von vorne, ohne m�hsames Ertasten von Bedien-Elementen auf der R�ckseite der Spiegelbox. Diesen Vorteil wird man nicht mehr missen wollen, wenn man ihn erst einmal nachts erlebt hat.
 

Damit die Kollimation schnell und bequem vonstatten gehen kann, ist die Spiegelzelle �ber zwei gefederte, gro�e, schwarze R�ndelmuttern kippbar, die dritte Spiegelzellenaufh�ngung bleibt fest und muss nicht verstellt werden. Dies garantiert eine besonders schnelle und dennoch h�chst feinf�hlige Justierung.

Besonders bequem wird die Justierung mit einem Laser-Kollimator (gibt es auch von Hofheim Instruments als Zubeh�r). Ge�bte schaffen dies am 12-Zoll Reise-Dobson in weniger als 2 Minuten.

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